Riverside Drive
von Woody Allen



Ein grauer, etwas nebliger Tag in New York.
Wir befinden uns in Manhattan am Riverside Drive,
einem dieser ruhigen Plätze westlich vom Central Park,
an den Kaimauern des Hudson River.
Jim Swain, erfolgreicher Drehbuchautor, hat sich an diesem
nicht gerade romantischen Ort mit Barbara, seiner heimlichen Geliebten
verabredet. Ihn plagen Schuldgefühle wegen seines Seitensprungs, doch
damit soll jetzt Schluss sein: Statt mit ihr in die Karibik zu fliegen, will Jim hier
am Riverside Drive die Affäre mit Barbara beenden und reumütig in die Arme seiner
Frau zurückkehren. Während er auf Barbara wartet, spricht ihn der Obdachlose Fred an:
ein unangenehmer und ziemlich verschrobener Zeitgenosse, der von sich behauptet, ebenfalls
Autor zu sein. Fred ist besessen von der Vorstellung, dass Jim ihm die Idee zu seinem letzten Film
gestohlen hätte und fordert eine Beteiligung an den Tantiemen. Zu Jims Entsetzen empfängt Fred nicht
nur merkwürdige Signale von der Spitze des Empire-State-Buildings, sondern ist auch bestens über Jims
Privatleben informiert, in das er sich nun auch noch ungebeten einmischen wird ...

Neurosen, Ehekrisen und intellektuelle Dispute über die Probleme
des Autoren-Daseins und über Psychoanalyse … Auch in seinem 2003
entstandenen Einakter „Riverside Drive“ bleibt Woody Allen seinem Stil und
seinen Themen treu. In der hochkarätig besetzten und einhellig gelobten Uraufführung
der „Atlantic Theater Company“ in New York führte übrigens kein Geringerer als Woody Allen
selbst Regie.

Die Inszenierung:
New Yorker Szenerie und pointierte Dialoge voller Esprit machen
„Riverside Drive“ zu einer dezent sarkastischen und typischen
Woody-Allen-Komödie. Es hält die Balance zwischen
schwarzem Humor und Ironie, zwischen Comedy
und intellektuellem Disput. Das Ganze in einer
Bearbeitung des Spin-Off-Theaters:
Ein Muss für Woody-Allen-Fans
oder alle,die es schon immer
werden wollten!

es spielen:
Frank Strobelt
Victoria Kaller
Björn Döring

Regie:
Britta Papenberg

 

Der Autor:
Woody Allen,
geboren am 1. Dezember 1935
in New York, begann mit 26 Jahren
satirische Kurzgeschichten für „The New Yorker“
und den „Playboy“ zu schreiben, später Theaterstücke
für den Broadway. Vier Jahre nach seiner ersten Filmrolle
in Clive Donners „Was gibt’s Neues, Pussy?“ entstand 1969
sein erster Original-Woody-Allen-Film „Woody, der Unglücksrabe“,
in welchem er, das ist seitdem sein Markenzeichen, Drehbuchautor,
Regisseur und Hauptdarsteller in einem war. Seither verging kaum ein
Jahr, in dem nicht ein neuer Woody Allen Film in die Kinos kam.Kritiker feiern
Woody Allen als größten Filmkomiker unserer Zeit und erklären seine Filme zu
Klassikern. Und obwohl man Woody Allen nicht gerade als einen typischenVertreter
des Hollywood-Mainstream-Kinos bezeichnen kann, bekam er bisher vier mal einen Oscar
verliehen. Seine erste Oscar-Verleihung soll er übrigens im fernen N.Y. verschlafen haben …

Rechtshinweis zum Stück


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