Riverside Drive

von Woody Allen

(Saison 2005/2006)

Wir befinden uns in Manhattan am Riverside Drive, einem dieser ruhigen Plätze westlich vom Central Park, an den Kaimauern des Hudson River. Jim Swain, erfolgreicher Drehbuchautor, hat sich an diesem nicht gerade romantischen Ort mit Barbara, seiner heimlichen Geliebten verabredet. Ihn plagen Schuldgefühle wegen seines Seitensprungs, doch damit soll jetzt Schluss sein: Statt mit ihr in die Karibik zu fliegen, will Jim hier am Riverside Drive die Affäre mit Barbara beenden und reumütig in die Arme seiner Frau zurückkehren. Während er auf Barbara wartet, spricht ihn der Obdachlose Fred an: ein unangenehmer und ziemlich verschrobener Zeitgenosse, der von sich behauptet, ebenfalls Autor zu sein. Fred ist besessen von der Vorstellung, dass Jim ihm die Idee zu seinem letzten Film gestohlen hätte und fordert eine Beteiligung an den Tantiemen. Zu Jims Entsetzen empfängt Fred nicht nur merkwürdige Signale von der Spitze des Empire-State-Buildings, sondern ist auch bestens über Jims Privatleben informiert, in das er sich nun auch noch ungebeten einmischen wird …

Neurosen, Ehekrisen und intellektuelle Dispute über die Probleme  des Autoren-Daseins und über Psychoanalyse … Auch in seinem 2003  entstandenen Einakter „Riverside Drive“ bleibt Woody Allen seinem Stil und  seinen Themen treu. In der hochkarätig besetzten und einhellig gelobten Uraufführung  der „Atlantic Theater Company“ in New York führte übrigens kein Geringerer als Woody Allen  selbst Regie.

Die Inszenierung:
New Yorker Szenerie und pointierte Dialoge voller Esprit machen „Riverside Drive“ zu einer dezent sarkastischen und typischen Woody-Allen-Komödie. Es hält die Balance zwischen schwarzem Humor und Ironie, zwischen Comedy und intellektuellem Disput. Das Ganze in einer Bearbeitung des Spin-Off-Theaters:
Ein Muss für Woody-Allen-Fans oder alle,die es schon immer werden wollten!

Es spielen:
Frank Strobelt
Victoria Kaller
Björn Döring

Regie: Britta Papenberg

Der Autor:
Woody Allen, geboren am 1. Dezember 1935 in New York, begann mit 26 Jahren satirische Kurzgeschichten für „The New Yorker“ und den „Playboy“ zu schreiben, später Theaterstücke für den Broadway. Vier Jahre nach seiner ersten Filmrolle in Clive Donners „Was gibt’s Neues, Pussy?“ entstand 1969 sein erster Original-Woody-Allen-Film „Woody, der Unglücksrabe“, in welchem er, das ist seitdem sein Markenzeichen, Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in einem war. Seither verging kaum ein Jahr, in dem nicht ein neuer Woody Allen Film in die Kinos kam.Kritiker feiern Woody Allen als größten Filmkomiker unserer Zeit und erklären seine Filme zu Klassikern. Und obwohl man Woody Allen nicht gerade als einen typischenVertreter des Hollywood-Mainstream-Kinos bezeichnen kann, bekam er bisher vier mal einen Oscar verliehen. Seine erste Oscar-Verleihung soll er übrigens im fernen N.Y. verschlafen haben …

 

 

Rechtshinweis zum Stück:

„Riverside Drive“
von Woody Allen
in der Übersetzung von Martin Michael Driessen

Aufführungsrechte:
S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt am Main